Bürger fahren für Bürger!

Jahr 2012

Mit Herz und Verstand für den Bürgerbus Denkendorf

Vorbildlicher Einsatz der Fahrer und Fahrerinnen

 

Nach 18 Monaten Bürgerbus Denkendorf zieht der Bürgerbus-Verein eine weiterhin positive Bilanz. Neben dem stetigen Anstieg der Fahrgastzahlen freut sich der Verein auch über die ungebrochene Einsatzbereitschaft der 24 ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrer im Gemeindegebiet. Um den täglichen Busverkehr zu gewährleisten wurden im Jahr 2011 stolze 1483 Stunden im Ehrenamt geleistet. Der Dank geht hier an die unermüdlichen Fahrer und Fahrerinnen für dieses beispielgebende bürgerschaftliche Engagement.

„Wir bringen unsere Zeit gerne für die Denkendorfer Bürger ein, denn diese sinnvolle Tätigkeit und die fröhlichen  Begegnungen mit den Fahrgästen sind ein Gewinn für jeden Fahrer“, ist der einhellige Tenor des Fahrpersonals auf die Frage nach der Motivation für dieses Ehrenamt. „Der große Stamm an Fahrern ermöglicht einen flexiblen Dienstplan, der ganz den Bedürfnissen und der Einsatzbereitschaft der ehrenamtlichen Helfer gerecht wird“, erklärt Betriebsleiter Alexander Koch, der für die Dienstplaneinteilung verantwortlich ist. Die Einsatzzeiten sind überschaubar, denn die einzelnen Chauffeure sind lediglich zwischen ein bis viermal monatlich im Einsatz. Besonders zu erwähnen ist, dass die Bürgerbusfahrer über die täglichen Fahrten hinaus auch an Sonderveranstaltungen wie Schlehenfest, verkaufsoffenen Sonntagen und verschiedenen Vereinsfesten ihren verantwortungsvollen Dienst für die Allgemeinheit leisten. Der Bürgerbus kommt allen Personen zugute, die schlecht zu Fuß sind oder die für Einkäufe, Dienstleistungen und dergleichen innerhalb des Ortes auf eine zuverlässige Busverbindung angewiesen sind. Sie erfahren durch den Bürgerbus mehr Mobilität und damit nicht zuletzt auch mehr Lebensqualität. Aber auch für andere Fahrgäste, wie zum Beispiel Familien mit Kindern, ist der Bus im topografisch anstrengend gelegenen Denkendorf mit mancher Erleichterung verbunden. Ein Grund, den Fahrern einmal ein herzliches Dankeschön auszusprechen. Denn ohne sie wäre der Bürgerbus in Denkendorf nicht denkbar.

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Fahrerinnen und Fahrer von links nach rechts:

Fritz Drechsler, Erich Beuttenmüller, Wolfgang Pietsch, Alexander Koch, Jürgen Hofmann, Brigitte Kull, Alf Heisig, Klaus Herd, Gabi Schübel, Johann Schlagbauer, Dieter Claren, Werner Frank, Gerd Schmucker.
Es fehlen: Marta Deuschle, Steffen Bader, Hans Blumenstock, Karl-Heinz Deuschle, Horst Drews, Alfred Glaser, Günther Lang, Konstantin Maltezopulu, Oswald Nestle, Kurt Schmied und Jürgen Winkler.

Damit der Bürgerbus auch in Zukunft ein Erfolgsmodell bleibt, werden weitere Bürgerbusfahrer gesucht. Voraussetzungen sind lediglich eine seit mindestens zwei Jahren bestehende Fahrerlaubnis Klasse B und ein Mindestalter von 21 Jahren. Die Kosten für die Erteilung des Beförderungsscheines sowie einer notwendigen medizinisch-psychologischen Untersuchung werden vom Verein übernommen. Damit die Bürgerbusfahrer ein einheitliches Erscheinungsbild haben, werden dem Dienstpersonal auch Dienst-Jacken und Hemden gestellt. Auch die übrigen Auslagen der Fahrer werden vom Verein übernommen.

Sollten Sie Interesse an dieser Tätigkeit haben und einen Beitrag für die Allgemeinheit leisten wollen, können Sie sich an die Geschäftsstelle des Bürgerbus-Verein Denkendorf,
Tel. 0711 341 62 62, E-Mail: buergerbus.denkendorf@web.de wenden. Weitere Informationen finden Sie auch hier auf der Homepage.

Übrigens freut sich der Bürgerbus auch immer über neue Fahrgäste. Also probieren Sie ihn doch einfach einmal aus.

 

Gemeindeanzeiger am 06.09.2012 –Aktuelles notiert


Rückblick geschichtliche Stadtrundfahrten am 18.08.2012

 

Wer am Samstag den 18. August 2012 das Glück hatte einen Platz im Bürgerbus für die beiden geschichtlichen Stadtrundfahrten zu ergattern, konnte sich über einen interessanten und unterhaltsamen Vormittag freuen. Mit der kompetenten Führerin Frau Silber ging es vom Rathaus aus, Erwähnung des nicht mehr existierenden Milchhäusles und Erklärung der Bedeutung desselben, über das Oberdorf mit Albrecht Bengel Haus (Kindergarten) zum Schafhaus. Dann vorbei am früheren Kohlehäuschen, zur Klostermühle und ehemaligen Strickwarenfabrik. Von dort über das Stundenhaus, den Maierhof, mit Kelter und Zehntscheuer, zum Kloster. Weiter ging es an der alten Moste vorbei über die Furtstraße zurück zum Rathaus. Dabei erfuhr man, dass Denkendorf früher sogar mal ein Kino besessen hat, es ein Café gab welches wegen seiner Kuchen beliebt war und dass eine Straßenbahnverbindung nach Esslingen existierte. Frau Silber konnte fast zu jedem Haus eine Geschichte erzählen, und die älteren ortskundigen Mitfahrer bestätigten ihre Ausführungen. Die Zeit verging wie im Flug und Frau Silber hätte bestimmt noch die eine oder andere amüsante Geschichte zu erzählen gewusst.
Am Ende der zweiten Stadtrundfahrt wurde der Bürgerbus vom 1. Vorsitzenden des Bürgerbusvereins Herrn Drechsler empfangen, der sich mit einem Blumenstrauß bei Frau Silber und einer Flasche Wein beim Busfahrer Herr Winkler für ihr Engagement bedankte.

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Bürgerbusverein im Heimatmuseum

Seit kurzem kann im Heimatmuseum die Vereinstafel des Bürgerbus-Verein-Denkendorf e.V besichtigt werden. Die Vereinstafel wurde am 15.08.2012 an Herrn Deuschle vom Heimatmuseum übergeben und ist dort bei den Vereinstafeln der anderen Vereine platziert worden.


Gemeindeanzeiger Denkendorf am 08.03.2012, „Aktuelles notiert“

 

Bürgerbus  seit einem Jahr in Betrieb

Im vergangenen Februar jährte sich die Geburtsstunde des Denkendorfer Bürgerbusses zum ersten Mal. Am 14. Februar 2011 hat der Denkendorfer Bürgerbus nach rund 1 ½ jähriger Vorbereitungszeit seine erste fahrplanmäßige Runde durch das Ortsgebiet gedreht. Heute, rund ein Jahr später, zieht der Bürgerbus-Verein öffentlich Bilanz: Der Vorsitzende des Bürgerbus-Vereins, Fritz Drechsler, legte dem  Gemeinderat in dessen jüngster Sitzung einen detaillierten Bericht über das erste Betriebsjahr vor.

Insgesamt sind die Verantwortlichen mit dem ersten Jahr rundum zufrieden, der Bürgerbus ist bereits auf erfreuliches Interesse und breite Resonanz in der Bevölkerung gestoßen. Einige Fahrgäste sind bereits zu Stammgästen geworden, die dieses innerörtliche Dienstleistungsangebot regelmäßig nutzen. An 223 Betriebstagen hat der Bus insgesamt 1603 Fahrgäste und somit durchschnittlich 7 Fahrgäste pro Betriebstag befördert. Insgesamt wurden dabei rund 17.300 Kilometer im Linienverkehr zurückgelegt. Das ehrenamtliche Fahrpersonal hat dafür rund 1.483 Stunden im  Fahrdienst geleistet. Viermal ist der Bürgerbus in Sondereinsätzen, wie zum Beispiel an verkaufsoffenen Sonntagen oder dem Weihnachtstreff unterwegs gewesen.

Auch finanziell kann man mit dem ersten Jahr zufrieden sein. Dank des guten Werbeaufkommens und der Anschubfinanzierung der Gemeinde konnten die Finanzen in diesem Zeitraum nahezu ausgeglichen werden. Für 2012 hat sich der Verein zum Ziel gesetzt, vollends Kostendeckung zu erreichen.

„Für das erste Betriebsjahr kann der Bürgerbus nach allen Erfahrungen, auch im Vergleich mit anderen Orten, ein sehr erfreuliches Ergebnis vorlegen“, resümierte Drechsler in der Sitzung. Erfahrungsgemäß brauche das Bürgerbusprojekt ein bis zwei Jahre bis es sich völlig etabliert habe. Auch Bürgermeister Peter Jahn zeigte sich mit den vorgelegten Zahlen mehr als zufrieden: „Die Bilanz des ersten Jahres kann sich sehen lassen, die ehrenamtliche Arbeit des Bürgerbusvereins trägt bereits jetzt erste Früchte“, unterstrich der Verwaltungschef.

Im kommenden Jahr soll die Erfolgsgeschichte fortgeschrieben werden. „Für dieses Jahr haben wir eine weitere Steigerung der Fahrgastzahlen fest im Blick“, betonte Fritz Drechsler im Hinblick auf die bevorstehende Sommersaison. Dies soll vor allem mit der Erweiterung der Linie zum Freibad sowie mit der Fortsetzung der erfolgreichen Sonderfahrten bei Festen und besonderen Anlässen erreicht werden.

Auch darüber hinaus haben es sich die Verantwortlichen des Bürgerbusvereins zur Aufgabe gemacht, die Innerortslinie ständig zu verbessern und an den Wünschen und Anregungen der Fahrgäste auszurichten: Der im Landkreis Esslingen einmalige- Wink- und Fahrservice, der innerhalb der Tempo-30-Zonen ein Ein- und Aussteigen auch zwischen den Haltestellen möglich macht, gehört ebenso dazu wie der Rollstuhllift und die diversen Kindersitze im Fahrzeug. Mit der Ausweitung der Linie im Bereich Lange Äcker und der Einführung der Möglichkeit einer Fahrtunterbrechung, die es ermöglicht, auszusteigen, Erledigungen zu machen und anschließend die Fahrt ohne Aufpreis fortzusetzen, wurden ebenfalls Bürgerwünsche umgesetzt. Einige Einzelhändler gewähren überdies eine Fahrscheinrückvergütung.

Ohne den unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatz der Aktiven des Bürgerbus-Vereins wäre diese erfreuliche Leistung so nicht möglich gewesen. Dies stellten auch Bürgermeister Peter Jahn und Fritz Drechsler deutlich heraus und richteten ihren Dank an die derzeit 100 Mitglieder des Bürgerbus-Vereins sowie insbesondere an die 22 Fahrerinnen und Fahrer, die das Bürgerbus-Angebot derzeit unter der Leitung des Bürgerbus-Betriebsleiters Alexander Koch realisieren. Dank galt aber ebenso den zahlreichen Spendern und Sponsoren, ohne die das Bürgerbusprojekt in seiner jetzigen Form nicht möglich wäre.

Alle drei im Gemeinderat vertretenen Fraktionen lobten den vorbildlichen ehrenamtlichen Einsatz und gaben sich zuversichtlich, dass die Fahrgastzahlen weiter zunehmen werden. Der Appell gelte allen Bürgerinnen und Bürgern dieses einmalige Angebot zu nutzen.